Vermutlich niederliessen sich 1635 Kapuziner in Etain. Unter den Möbeln des Klosters befand sich ein grosses Gemälde (3,30 m × 2,45 m), ein Meisterwerk von dem flämischen Maler ERASMUS II QUELLINUS, Schüler von Rubens. Dieses Gemälde stellt den gekreuzigten Christus mit seiner Maria, der hl.Maria Magdalena und dem hl. Apostel Johannes dar.

Während der französischen Revolution wurde das Gemälde aus seinem Rahmen herausgerissen und in den Dachboden des Rathauses hingeworfen.

Nachdem die Religionsfreiheit wieder hergestellt worden war, diente das Gemälde dann als Fussteppich vor den Ruhealtären bei den Fronleichnamsprozessionnen... Später wurde es wieder eingerahmt und in die Martins Kirche aufgehängt.

1836 wurde es gründlich restauriert.

1864 besuchte ein Mitglied der Société des Arts et Lettres (Gelehrtenverein) von Bar-le-Duc die Kirche zu Etain und beschrieb dann ausführlich deren Kunstwerke, insbesondere das Gemälde von Quellinus (mit Angabe der genauen Farben).

Als sich die deutschen Truppen während des Ersten Weltkrieges im September 1914 in Etain niederliessen, wurden die meisten Kunstwerke der Kirche mit Ausnahme des Gemäldes nach Metz geführt.

Wir glauben aber nicht, dass das Gemälde zerstört worden war und möchten gerne den Ort kennen, wo es heute liegt.

Wir bedanken uns für jede Information.